Alle Projekte des Departments Gesundheitswissenschaften sind im Forschungsportal zu finden.
Aktuelle Projekte
Alle Studiengänge: DigiCare Innovation
Biomedizinische Analytik
- Artificial Intelligence driven Biomedical Imaging Innovation - REVELATION
- NETTLE4EU: Alpenpflanzen für Anwendungen mit hohem Mehrwert: grenzübergreifende Synergien für nachhaltige Innovation
- Forschung & Transfer im Bereich der Medizinischen Biologie (FT-MB)
- DIAG_NOSE: Verbesserte Allergiediagnostik durch Tests von Nasenflüssigkeit und Speichel
- Lasst uns über HPV reden!
Gesundheits- & Krankenpflege
Radiologietechnologie
DigiCare Innovation
Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) investiert 63 Millionen Euro in die Stärkung der Rolle von Hochschulen bei der Gestaltung eines innovativeren und resilienteren Europas. Insgesamt werden 47 sektorübergreifende Projekte gefördert, an denen 620 Organisationen aus 46 Ländern beteiligt sind. Eines dieser Projekte ist DigiCare Innovation, bei dem auch die FH Salzburg als Partner mitwirkt.
Das Ziel von DigiCare Innovation ist es, die sogenannte „Community Care“ zu stärken – also eine wohnortnahe, integrierte Gesundheitsversorgung, die auf die Bedürfnisse der Menschen in ihren Lebenswelten eingeht. Gleichzeitig soll die Innovationskraft von Hochschulen im Gesundheitsbereich nachhaltig ausgebaut werden.
Im Zentrum des Projekts steht der Aufbau interdisziplinärer Testumgebungen („Living Labs“) an den beteiligten Hochschulen. Ausgestattet mit moderner IoT- und Digitaltechnologie dienen diese als Reallabore, in denen gemeinsam mit Gesundheitsfachkräften, Patient*innen und weiteren Stakeholdern innovative Lösungen für Bereiche wie Onkologie, psychische Gesundheit und Primärversorgung entwickelt und erprobt werden. So werden Hochschulen zu aktiven Gestalterinnen eines zukunftsfähigen, digitalen Gesundheitssystems. Darüber hinaus bietet DigiCare maßgeschneiderte Trainings- und Weiterbildungsprogramme sowie neue interdisziplinäre Curricula, die Studierende und Fachkräfte gezielt auf die Entwicklung und Umsetzung digitaler Gesundheitslösungen vorbereiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Start-ups durch ein strukturiertes Inkubator- und Accelerator-Programm mit Mentoring, technischer Unterstützung und Zugang zu strategischen Ressourcen.
Besonderer Wert wird auf Inklusion und Nachhaltigkeit gelegt: Die entwickelten Lösungen sollen bezahlbar, kulturell sensibel und besonders auf die Bedürfnisse benachteiligter Bevölkerungsgruppen zugeschnitten sein. Um die langfristige Wirkung zu sichern, wird DigiCare eng mit “Smart Specilisation Strategies” (S3) und EU-weiten Innovationsprogrammen verknüpft. Methodisch setzt das Projekt auf nutzerzentrierte, evidenzbasierte Innovationsansätze wie das Knowledge Triangle, Design Thinking, Lean Startup und die Validierung von Geschäftsideen. Die aktive Einbindung von Patient*innen, Angehörigen und medizinischem Personal in allen Phasen stellt sicher, dass die entwickelten Lösungen praxistauglich und akzeptiert sind.
Projektpartner:
- Hochschule Bielefeld – University of Applied Sciences and Arts (Lead Partner)
- Egas Moniz – Cooperativa de Ensino Superior, CRL
- CESPU – Cooperativa de Ensino Superior Politécnico e Universitário, CRL
- Medical University of Lublin
- Universitat Internacional de Catalunya
- Fachhochschule Salzburg GmbH
- Klaipėdos valstybinė kolegija
- Unidade Local de Saúde Almada-Seixal, EPE – ULSAS
- BioGHP – Global Health Platform S.A.
- XRHEALTH ESP SUCURSAL EN ESPAÑA
Projektlaufzeit: April 2025 – April 2027
Projektleitung: FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh
Projektmitarbeiter*innen: Sophie Bacher, BSc, MMedSc, Mag. Annette Schatzmann, Monika Sawetzki, BScN
Finanzierung: Europäisches Innovations- und Technologieinstitut (EIT)
Biomedizinische Analytik
Artificial Intelligence driven Biomedical Imaging Innovation - REVELATION
Wegweisendes Doktoratsprogramm für KI-gestützte Biomedizinische Bildgebung
Modernste biomedizinische Bildgebungstechnologien bieten ein enormes Potenzial für die Förderung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Aufgrund der großen Menge der erzeugten Daten in Kombination mit der Komplexität einer unvoreingenommenen Analyse besteht ein zunehmender Bedarf an Expert*innen, die Biomedizin und Bildanalyse kombinieren. Das REVELATION-Projekt zielt darauf ab, eine hervorragende Ausbildung für Doktorand*innen zu bieten, die sich im interdisziplinären Bereich der biomedizinischen Bildanalyse etablieren wollen.
Im Rahmen dieses Projekts werden die Vorteile des exzellenten Grundlagenforschungsansatzes der Paris-Lodron Universität Salzburg (PLUS) und dem angewandten Ansatz der Fachhochschule Salzburg (FHS) kombiniert. Aufbauend auf den gemeinsamen Masterstudiengängen „Applied Image & Signal Processing“ und „Medical Biology“ werden im Rahmen des Programms sechs eng verknüpfte Dissertationen zu Schlüsselthemen wie „Helicobacter pylori in der Karzinogenese“, “färbungsfreie zelluläre Diagnostik” und „Transportwege extrazellulärer Vesikel“ entstehen. Fünf Doktoratsstellen sind dabei vom FWF finanziert, eine vom Land Salzburg.
Die biomedizinischen Forscher*innen befassen sich mit Zell- und Gewebekonstrukten und ihrem Potenzial für Bewegung und Reparatur. Aus der KI-Perspektive werden Ansätze entwickelt, die neuronale Netze und Bildanalysetechniken mit dem Schwerpunkt auf dem Verständnis des Bereichs haben, um eine unvoreingenommene Analyse zu ermöglichen. Die Projekte kombinieren Grundlagenforschung mit angewandter Wissenschaft und zielen darauf ab, sowohl unser Verständnis biologischer Prozesse als auch die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten voranzutreiben. Forschende aus den Bereichen Zellbiologie, Mikrobiologie, Immunologie, Bio-Imaging, Computer Vision und maschinelles Lernen arbeiten eng zusammen, um gemeinsam mit den Doktorats-Studierenden innovative Lösungen zu entwickeln. Die künftigen Doktorand*innen werden von beiden Institutionen intensiv betreut und können im Programm außerdem wertvolle Auslandserfahrungen sammeln sowie mit führenden internationalen Wissenschaftler*innen und renommierten Unternehmen zusammenarbeiten.
Ziel des Programms ist die Ausbildung einer neuen interdisziplinären Forschendengeneration, die Biomedizin und Bildanalyse mit modernsten Methoden der Künstlichen Intelligenz verbinden. REVELATION setzt neue Maßstäbe in der interdisziplinären Ausbildung und Forschung und wird wesentlich zur Entwicklung zukünftiger Expert*innen in Wissenschaft und Industrie beitragen.
Projektlaufzeit: 01.03.2025 bis 29.02.2028
Projektteam FH Salzburg: FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh (Projektleitung), FH-Prof. Dr. Michael Gadermayr, FH-Prof. Univ.-Doz. Dr. Stefan Wegenkittl
Projektteam PLUS: Univ.-Prof. Dr. Roland Kwitt, Univ.-Prof. Dr. Nicole Meisner-Kober, Univ.-Prof. Dr. Andreas Uhl, Univ.-Prof. Dr. Silja Wessler
NETTLE4EU: Alpenpflanzen für Anwendungen mit hohem Mehrwert: grenzübergreifende Synergien für nachhaltige Innovation
Das Projekt entwickelt, evaluiert und verbreitet innovative Ansätze zur funktionellen Nutzung von Extrakten alpiner Pflanzen für Anwendungen in der Lebensmittel- sowie Kosmetik- und Pharmabranche. Im Mittelpunkt stehen dabei die Untersuchung von Sicherheit, Wirksamkeit und Funktionalität der gewonnenen Inhaltsstoffe sowie deren evidenzbasierte Bewertung für potenzielle Anwendungen.
Das Projekt NETTLE4EU zielt darauf ab, eine interaktive Plattform für den grenzüberschreitenden Alpenraum zu entwickeln, die der Sammlung und Weitergabe technologischer und innovativer Protokolle für die Formulierung funktioneller Produkte im Lebensmittel- und Kosmetik- und Pharmasektor dient, die aus Extrakten alpiner Pflanzen gewonnen werden. Die Extrakte werden aus der im NETTLE-Projekt erstellten Datenbank ausgewählt und durch nachhaltige und innovative Extraktionstechnologien gewonnen. Aus den Extrakten werden Lebensmittel sowie kosmetische und pharmazeutische Produkte hergestellt. Dabei werden die wichtigsten Parameter berücksichtigt: Ernährungs-, sensorische und funktionelle Eigenschaften der Produkte, wobei besonderes Augenmerk auf die Erhaltung der Aktivität der Extrakte nach der Formulierung gelegt wird. Die entwickelten Produkte werden auf Stabilität, Wirksamkeit und Sicherheit getestet, wobei das ergänzende Fachwissen der Partnerschaft genutzt wird.
NETTLE4EU fügt sich in einen Kontext grenzüberschreitender Zusammenarbeit ein und fördert die nachhaltige Nutzung der alpinen Biodiversität, indem es im Einklang mit regionalen nachhaltigen Innovationsstrategien zur Schaffung natürlicher Lieferketten mit hoher Wertschöpfung beiträgt.
Projektlaufzeit: 01. März 2026 bis 28. Februar 2028
Projektleitung: Dr. Anja Schuster (PhD)
Projektmitarbeiter*innen: Sissý Häsler Gunnarsdóttir, BSc. (BMA), MSc.
Projektpartner: Freie Universität Bozen (Leadpartner); Fakultät für Agrar-, Lebensmittel-, Umwelt- und Tierwissenschaften, Universität Udine, Forschungsinstitut ADSI - Austrian Drug Screening Institue, Fondazione Agrifood & Bioeconomy FVG
Gesamtkosten: 1.100.428,20 €
EU-Mittel: 848.359,56 €
Forschung & Transfer im Bereich der Medizinischen Biologie (FT-MB)
Unternehmensnahe Forschung und Technologietransfer im Bereich der medizinischen Biologie am Life Science Standort Salzburg
Forschung und Technologie im Bereich der medizinischen Biologie stellen für den Standort Salzburg wichtige Säulen dar. Gerade in den Life Sciences ist sowohl die Grundlagenforschung als auch die angewandte Forschung von Bedeutung. Eine Durchlässigkeit von Ausbildung zur Entwicklung neuer Technologien bei den am Salzburger Land angesiedelten Firmen würde dies stärken. Das stark nachgefragte Masterstudium Medical Biology der Paris-Lodron Universität Salzburg (PLUS) soll in Kooperation mit der Fachhochschule (FH) Salzburg und ausgewählten Life Science Unternehmen mit Standort Salzburg (Molecular Devices GmbH, Stratec Consumables GmbH) in puncto industrienahe Forschung ausgebaut werden. Das moderne Studienprogramm des Masters Medical Biology beinhaltet theoretische und praktische Pflicht- und Wahlmodule mit Inhalten, die teilweise auf die Bedürfnisse der Unternehmen ausgerichtet sind. Außerdem werden im Rahmen dieses Masterstudiengangs Masterarbeitsthemen zu speziellen industrie-relevanten Forschungsthemen angeboten, in denen Studierende die Möglichkeit erhalten, noch während des Studiums praktische Erfahrungen in Unternehmen zu sammeln. Diese forschungsgeleiteten Masterarbeiten mit Industriebezug werden entweder an der PLUS oder extern direkt bei den Firmen sowie an der FH Salzburg durchgeführt. Somit werden die Fachkräfte von Morgen ab Beginn des Masterstudiums an Unternehmen vor Ort gebunden und erhalten Einblicke in zusätzliche Berufsmöglichkeiten neben den reinen wissenschaftlichen Tätigkeiten.
Ziel des Projektes ist, zwei bereits etablierte Forschungsfelder, die Entwicklung Organoid-basierter 3-dimensionaler Krebsmodelle sowie die Optimierung und Testung von BioChip-basierten Testverfahren in Zusammenarbeit mit Salzburger Life Science Unternehmen weiter auszubauen. Außerdem sollen durch die Kooperation mit den Unternehmen weitere industrierelevante Forschungsfragen durch gemeinsame Forschungsprojekte in Form von Masterarbeiten bearbeitet und daraus möglicherweise bislang unberücksichtigte neue Potentiale für die anwendungsorientierte Grundlagenforschung erhoben werden. So können sich Unternehmen die Fachkräfte nach ihren individuellen Bedürfnissen aufbauen und den Studierenden eröffnen sich attraktive berufliche Perspektiven. Das FT-MB Projektvorhaben stärkt den Life Science Standort Salzburg gemäß WISS2025 und WISS2030 sowohl in der industrienahen Ausbildung als auch in der innovativen angewandten Forschung nachhaltig.
Projektlaufzeit: 01.06.2024 bis 31.05.2027
Projektleitung: FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh
Projektmitarbeiterin: Tanja Karl B.rer.nat. MSc.
Unternehmenspartner: STRATEC Consumables GmbH; Molecular Devices (Austria) GmbH
Wissenschaftliche Kooperationspartner: Paris Lodron Universität Salzburg, Univ.-Prof. Dr. Fritz Aberger
Trampolin 3D Skin
Etablierung eines in vitro 3D Hautmodells
Ziel dieses Projekts ist die Etablierung eines humanen in vitro 3D-Hautmodells zur Anwendung in der dermatologischen Forschung, im Speziellen zur Untersuchung von Pflanzenextrakten für dermatologische Anwendungen. Das Modell wird eine physiologisch relevante Alternative zu Tierversuchen darstellen und in seiner Struktur und Funktion möglichst nah an die humane Haut angelehnt sein. Im Rahmen des Projekts werden zusätzlich Fokusgruppen-Interviews mit klinischen und wissenschaftlichen Expert*innen durchgeführt, um herauszufinden, welche dermatologischen Erkrankungen aus Sicht der Praxis und Forschung besonders relevant sind und für welche Indikationen ein 3D-Hautmodell vorrangig entwickelt werden sollte. Die Ergebnisse dieser qualitativen Erhebung fließen direkt in die Zielsetzung und Ausrichtung der Modellentwicklung ein. Ziel ist es, langfristig eine anwendungsnahe Plattform für dermatologische Forschung im Bereich Phytotherapie zu schaffen.
Projektlaufzeit: 01.September 20254 bis 31.August 2026
Projektleitung: FH-Prof. Anja Schuster PhD
Projektmitarbeiterin: Sissy Häsler Gunnarsdottir, BSc. MSc.
DIAG_NOSE: Verbesserte Allergiediagnostik durch Tests von Nasenflüssigkeit und Speichel
Das Sparkling Science Projekt DIAG_NOSE identifiziert neue biologische Marker aus nicht-invasiven Proben, um die Allergiediagnostik zu verbessern. Allergien werden durch Immunglobulin E (IgE) nachgewiesen, das sind spezifische Antikörper, die Allergene erkennen. Derzeit ist es jedoch nicht möglich, anhand eines positiven IgE-Befundes im Blut zu unterscheiden, ob eine Person eine Allergie hat oder nur Antikörper, aber keine Symptome.
Das Projekt schließt diese Lücke durch zusätzliche Tests von Antikörpern (IgE, IgA, IgG) in menschlichem Serum, Nasensekret und Speichel. Mit einem Allergen-Array, welcher 300 Allergene gleichzeitig testet, und Massenspektrometrie werden Marker identifiziert, die zwischen Allergie und einer Sensibilisierung ohne Symptome unterscheiden.
Die Schülerinnen und Schüler sind als Young Citizen Scientists von Anfang an im Projekt dabei – von der Probengewinnung über die Laboranalysen, Workshops, Auswertungen der wissenschaftlichen Ergebnisse, Fachpublikationen und Präsentationen auf Kongressen. Dadurch lernen sie Wissenschaftsinformationen weiterzugeben, die auf hohem Niveau sind, auf Fakten basieren und eindeutig formuliert sind. Die Young Citizen Scientists haben damit Multiplikator Wirkung und sind Medienbotschafterinnen und -botschafter.
DIAG_NOSE soll die Allergiediagnostik durch die Identifizierung von Markern in nicht-invasiven molekularbiologischen Proben genauer und einfacher machen. Das hilft den Betroffenen und dem Gesundheitssystem. Darüber hinaus werden Jugendliche, verschiedene Bildungseinrichtungen und die Gesellschaft miteinbezogen, um Wissen zu bündeln, sachlich aufzuklären und die Akzeptanz von Wissenschaft und Forschung zu stärken.
Projektlaufzeit: 01.09.2024 – 31.08.2027
Projektleitung: Paris Lodron Universität Salzburg,Priv.-Doz. Mag. Dr. Gabriele Gadermaier
Wissenschaftliche Kooperationspartner: Fachhochschule Salzburg GmbH, Studiengang Biomedizinische Analytik; Salzburger Universitätsklinikum; Pädagogische Hochschule Salzburg
Beteiligte Schulen: HBLA Ursprung, Paul Hofhaimer MMS Radstadt, Pierre de Coubertin BORG Radstadt, SMS Altenmarkt

Lasst uns über HPV reden!
Die vergangenen Jahre haben Viren und Virusinfektionen eine sehr große Rolle in unserem Alltag gespielt. Neben den uns jetzt sehr bekannten Viren wie SARS CoV 2- oder Influenzaviren, gibt es auch andere Viren, die Krankheiten auslösen können, wie beispielsweise Humane Papillomaviren, kurz HPV. Diese können unter anderem Gebärmutterhalskrebs verursachen. Eine Wissenskampagne soll Kinder und Erziehungsberechtigte über HPV und Möglichkeiten zum Schutz vor Infektion aufklären.
Humane Papillomaviren sind weltweit verbreitet. Etwa 80 % aller Frauen und Männer werden im Laufe ihres Lebens mit genitalen HPV infiziert. HPV sind vor allem als Auslöser des Gebärmutterhalskrebses bekannt. Sie können jedoch auch andere Krebsarten wie Rachen- und Mandelkrebs oder Analkrebs auslösen und betreffen somit sowohl Frauen als auch Männer. Das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, kann durch die HPV-Impfung um bis zu 90% reduziert werden. Die Impfung ist in Österreich zwischen dem 9. und 21. Lebensjahr gratis. Dennoch ist die Impfbereitschaft gering. Grund dafür ist u. a. das Fehlen von verständlichen Informationen.
Die Labordiagnostik stellt einen guten Weg dar, um schwer zu vermittelnde Themen besser verständlich und leichter verdaulich darzustellen. Laboranalysen schaffen einen gewissen Abstand zu Körperteilen, die vor allem bei Kindern oft ein Tabu-Thema darstellen. Auch Impfungen sind oftmals mit Ängsten verbunden. Biomedizinische Analytiker*innen mit Lehrerfahrung werden im Projekt „Lasst uns über HPV reden“ anhand der Labordiagnostik das Thema HPV zum Leben erwecken, mit dem Ziel, bei Kindern und Erziehungsberechtigten die Angst vor Impfungen im Generellen und ein Verständnis über die möglichen Auswirkungen von HPV im Speziellen zu vermitteln, um somit selbstbestimmte Entscheidungen treffen zu können. In Zusammenarbeit mit betroffenen Gebärmutterhalskrebspatient*innen, Gynäkolog*innen und Zytolog*innen werden diese Informationen sachlich und unabhängig vermittelt.
Im Projekt gibt es 1) Schulbesuche mit interaktiven Workshops von den Expert*innen, 2) eine Online Plattform mit einer Podcast-Serie als Informationsquelle für Erziehungsberechtige, und 3) interdisziplinäre jährliche Ringvorlesungen für alle Studierenden der Gesundheitswissenschaften der FH Salzburg, um die zukünftigen Berufsgruppen fachlich bestmöglich vorzubereiten.
Laufzeit: Jänner 2023 - laufend
Projektleitung: FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh
Projektmitarbeiter*innen: Magdalena Meikl, MSc, Lea Stangassinger, MSc
Projektpartner*innen: Zytolabor Kronberger
Website: https://hpvwissen.fh-salzburg.ac.at/
Dieses Projekt wird im Rahmen des MSD-Förderpreises zur Aufklärung über Humane Papillomaviren finanziert
Gesundheits- und Krankenpflege
Tanz mit!
Das Projekt "Tanz mit!" verbindet Musik, Tanz und Bewegung. So soll es sozial benachteiligten Menschen ein besseres Wohlbefinden geben. Es geht vor allem um Frauen und Familien mit Kindern, Senior*innen und Menschen mit Behinderungen. Die WHO und aktuelle internationale Studien empfehlen mehr Bewegung, um körperliches Wohlbefinden zu erlangen. Das Projekt nutzt Musik, um Menschen dazu zu bringen, sich mehr zu bewegen und gesünder zu leben. Wir wollen, dass die Menschen sich bewegen, achtsam sind und Kultur erleben. Und das überall! Gleichzeitig wird untersucht, wie sich diese Angebote auf Gesundheit und Lebensqualität auswirken, welche Barrieren bestehen und wie das Konzept weiterentwickelt werden kann. "Tanz mit!" will mehr soziale Gerechtigkeit im Gesundheitsbereich. Das soll durch kreative, verbindende und bewegende Impulse erreicht werden.
- Laufzeit: März 2025 bis März 2026
- Projektleitung: Priv. Doz.in Mag.a Dr.in Katarzyna Grebosz-Haring (Senior Scientist, Universität Mozarteum Salzburg; Principal Investigator, Universität Salzburg)
- Konsortium: Dr. Stefan Tino Kulnik (Principal Investigator, Salzburg Research); Mag.a Melanie Roth, Ph.D., BSc (Senior Researcher Gesundheitswissenschaften, FHS); Univ.-Prof. Dr. Leonhard Thun-Hohenstein (Co-Direktor, Salzburg Institute for Arts in Medicine);
- Projektmitarbeiter*innen: Helena Beyer, BSc (Universität Salzburg); Aurelia Heintze (Universität Salzburg); Bernadette Ellen Lang, BA, MA (Universität Salzburg); Sybille Salbrechter, BA, MA (FHS); Zoe Pichl, BSSc (Universität Salzburg)
- Weitere Projektpartner: Univ.-Prof. Dr. Arne Bathke (Universität Salzburg), Assoz. Prof. Mag. Dr. Michael Parzer (Universität Wien), ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Weichbold (Universität Salzburg)
- Förderung: Land Salzburg WISS 2030 Impulsprojekt, GWS-Fördertopf FH Salzburg, Stadt Salzburg, SIAM - Salzburg Institute for Arts in Medicine, Universität Mozarteum Salzburg, Interuniversitäre Einrichtung Wissenschaft & Kunst (Universität Salzburg, Universität Mozarteum Salzburg)







Unlocking the potential of primary health care
Das Vorhaben "Unlocking the potential of primary health care" baut auf den Erkenntnissen und Erfahrungen des Projekts "REALISE" sowie dem Projekt „GWS-PHC – Interprofessionelle Zusammenarbeit in der Primärversorgung“ auf. Trampolin dient dabei als Plattform, um die Forschungslinie zur Primärversorgung weiterzuführen und die langfristigen Ziele in diesem Bereich zu erreichen.
Diese Ziele umfassen:
- Integration der in REALISE entwickelten und evaluierten Trainingsmodule in den regulären Lehrplan der FHS, um die Studierenden bestmöglich auf die Herausforderungen der Primärversorgung vorzubereiten
- Positionierung der FHS am Aus-, Fort- und Weiterbildungsmarkt im Gesundheitsbereich
- Etablierung nachhaltiger Kooperationen mit regionalen und nationalen Primärversorgungseinheiten mit dem Department Gesundheitswissenschaften als fester Bestandteil der praktischen Ausbildung und Potential für F&E Projekte und forschungsgeleitete Lehre
Ein zentraler Bestandteil ist die Etablierung fester Kooperationen mit ein oder mehreren Primärversorgungseinheiten im Bundesland Salzburg. Diese Kooperationen ermöglichen es, die Studierenden in einem realen Umfeld auf die Herausforderungen der Primärversorgung vorzubereiten. Dafür werden evidenzbasierte Trainingsmodule in die Lehre integriert. Diese Module vermitteln den Studierenden das notwendige Wissen und die erforderlichen Kompetenzen in den Bereichen interprofessionelle Zusammenarbeit, interprofessionelle Kommunikation und nachhaltiges und klimakompetentes Arbeiten. Außerdem können in diese Primärversorgungseinheiten F&E Projekte durchgeführt werden.
Ein weiteres Ziel ist es, alle Studiengänge am Department Gesundheitswissenschaften einzubeziehen. Durch die Einbeziehung aller Berufsgruppen, welche in einem primärversorgerischen Setting tätig sind, wird dieses Ziel klar erreicht. Die FHS bildet eine der drei Berufsgruppen des „Kernteams“ der Primärversorgung und sechs weitere Berufsgruppen des erweiterten Teams aus. Zusätzlich dazu soll der Studiengang Soziale Arbeit aus dem Department Angewandte Sozialwissenschaften integriert werden, wie es schon in den vorherigen Projekten der Fall war. Durch diese Zusammenarbeit wird die interdisziplinäre Forschung weiter forciert. Dazu kommt die Kooperation mit externen Partner*innen wie zum Beispiel den Primärversorgungseinheiten des Landes Salzburg, der Ärztekammer Salzburg, dem Salzburger Unternehmenspartner medikit sowie dem EU-Projekt BeWell. Dadurch soll die Forschungslinie der Primärversorgung weitergeführt und nach und nach fokussiert werden.
Projektlaufzeit: September 2024 – September 2025
Projektleitung: Marlene Brunner, BSc, MSc; FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Geja Oostingh; Mag.a Dr.in Melanie Roth, BSc
Projektmitarbeiter*innen: Eva Propst, BSc, MSc
Finanzierung: Trampolin-Vorhaben 2024/2025
Kontakt: realise@fh-salzburg.ac.at
Radiologietechnologie
CODIC (Comparison of effective doses in the follow-up controls after cerebral interventions)
Zur Therapie intrakranieller Aneurysmen werden unter anderem Flow Diverter Stents eingesetzt. Im Universitätsinstitut für Neuroradiologie der Christian-Doppler-Klinik wird die Flachdetektor-CT-Angiographie zur Beurteilung einer korrekten Anlage des Stents verwendet.
Nachteil dieser Methode könnte in einer deutlich höheren effektiven Dosis für die Patientinnen und Patienten bestehen, verglichen mit der konventionellen Multislice-CT. Um aus den Dosisangaben der Geräte die effektive Dosis abschätzen zu können sind Konversionsfaktoren nötig. In der Literatur finden sich dazu leider wenig und zum Teil sind die Angaben widersprüchlich. Einerseits wurden die meisten Studien im Dentalbereich durchgeführt, andere sind veraltet und verwendeten mittlerweile nicht mehr gültige Strahlenwichtungsfaktoren.
Ziel dieses Projekts ist es, Konversionsfaktoren für die Abschätzung der effektiven Dosis der Patientinnen und Patienten beim Einsatz der Flachdetektor-CT in der Neuroradiologie der CDK, im Bereich des Schädels, für die aktuelle Anlage (Aristos Zee biplane; Siemens, Erlangen) zu ermitteln. Für einen Vergleich der effektiven Dosis wird auch der Konversionsfaktor für die Multislice-CT im Schädelbereich ermittelt. Dazu werden Thermolumineszenz-Messungen am Alderson-Schädelphantom durchgeführt.
Ein weiters Ziel ist der Vergleich der effektiven PatientInnendosis, sowie der Bildqualität, bzw. Artefakt-Anfälligkeit bei der postinterventionellen Kontrolle von Flow-Diverter-Stents zwischen Flachdetektor-CT und Multislice-CT.
Dieses Projekt wird als Kooperation zwischen der Neuroradiologie der CDK (OA Dr. J. Grimm, RT A. Öllerer, MSc.), dem Strahlenschutzdienst der SALK (PD Mag. Dr. O. Nairz) und dem Studiengang Radiologietechnlogie der Fachhochschule Salzburg (F. Szigeti, MSc. Ph.D.) durchgeführt.
Die dabei ermittelten Daten und die etablierte Messmethodik dienen in weiterer Folge als Basis für die Ermittlung von Konversionsfaktoren für neu geplante Anlagen. Da der Einsatz der Flachdetektor-CT in der interventionellen Radiologie immer mehr Anwendung findet, dienen die Erkenntnisse und die ermittelten Konversionsfaktoren auch als Basis für Folgeprojekte mit dem Strahlenschutzdienst.
Laufzeit: Oktober 2021 - laufend
Projektleitung: Florian Szigeti, MSc. Ph.D.
Projektmitarbeiter*innen: PD Mag. Dr. Olaf Nairz (Strahlenschutzdienst SALK), Dr. Jochen Grimm (Neuroradiologie CDK), A. Öllerer, MSc
Projektpartner: Strahlenschutzdienst Salzburger Landeskrankenhaus , Universitätsinstitut für Neuroradiologie Christian-Doppler-Klinik




