Aktuelles
24. Jänner 2023

Die Verbindung von Technik und Design

Ayla Schwarzmayr wusste schon früh, dass sie mit nachhaltigen Rohstoffen arbeiten möchte und dies am besten mit ihrem kreativen Hintergrund verbinden kann. Heute ist die Holztechnologie & Holzwirtschaft-Absolventin bei der Egger Group beschäftigt, einem weltweit führenden Hersteller von Holzwerkstoffen, und entwickelt als Dekor Management Expertin neue Kollektionen im Bereich Fußboden.

Liebe Ayla, wie ist dein bisheriger Karriereweg verlaufen? 

Ich habe direkt nach meiner Matura an der HTL Salzburg für Textildesign mit dem Bachelorstudium Holztechnologie & Holzbau begonnen. Schon während dem Studium konnte ich bei Novem Car Interior Design und BMW Einblicke in die Dekorentwicklung von Interieur Trim Parts gewinnen und bin nach dem Masterabschluss zur EGGER Group in St. Johann in Tirol gegangen. Dort bin ich seit fünf Jahren im Team des Dekor- und Designmanagements für die Kollektionsentwicklungen von Fußböden zuständig und konnte mich zusätzlich in Marktanalysen und strategischer Sortimentsgestaltung weiterentwickeln. 

Warum hast du dich für das Studium an der FH Salzburg entschieden? 

Für mich waren für die Studienwahl drei Dinge wichtig: Erstens wollte ich mich mit einem nachhaltigen Rohstoff beschäftigen. Das kam bestimmt auch durch meinen schulischen Hintergrund aus der Textiltechnik. Zweitens: die Verbindung aus Theorie und Praxis. Ich wollte auch immer gleich das Erlernte umsetzen. Und drittens: ein direkter Kontakt zur Arbeitswelt im Zuge von Projekten und Praktika, der auch den Berufsstart nach dem Studium erleichtert. 

Welche Kenntnisse hast du im Studium erlangt und was davon ist dir in deinem jetzigen Job besonders hilfreich? 

Besonders hilfreich ist das interdisziplinare Denken, welches man sich schon während dem Studium aneignet. Man hat am Campus Kuchl nicht nur Fächer aus dem Bereich der Holztechnologie, sondern auch Wirtschaft, Fremdsprachen und interkulturelle Bildung. All dies verknüpft schon während dem Studium so viele unterschiedliche Bereiche. Genau das brauche ich nun in unserem international tätigen Unternehmen jeden Tag. 

Worum ging es bei deiner Abschlussarbeit? 

Ich habe meine Masterarbeit gemeinsam mit dem Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Group geschrieben. Im Zuge der Arbeit habe ich mich mit der Welligkeit von Hochglanzoberflächen bei Dekorelementen im Interieur beschäftigt. 

Wie siehst du die Zukunft von Holz oder biobasierten Materialien im weitesten Sinne? Und warum sollte sich jemand dafür interessieren? 

In den letzten zwei Jahren hat Holz nochmal einen besonderen Stellenwert bekommen – bezogen auf Innenausbau, Holzbau, aber auch die Energiegewinnung. Nochmal mehr wurde auch der Allgemeinheit bewusst, dass ein nachhaltiger Rohstoff nur eine begrenzte Verfügbarkeit hat und man nicht nur auf eine Ressource setzen kann. Die Zukunft von biobasierten Materialien ist direkt in Verbindung mit der Klimakrise und daher ist das auch ein Bereich, der besonders in den Fokus von Forschung und Innovation gehört. 

Das Studium gibt Möglichkeiten in den Holzbau, die Holztechnologie, aber auch den Möbel- und Innenausbau einzusteigen. Entweder man geht danach den Weg in die Holzindustrie oder bleibt in der Forschung – in jedem Fall ist es aber ein Bereich, der zukünftig viel Entwicklung erfahren wird.