Aktuelles
24. Jänner 2023

Holzbau-Expertin für nachhaltige Gebäude

Mit dem Studium von Holztechnologie & Holzbau fand Theresa Weber ein Studium, welches ihr Interesse an den Themen Architektur und Nachhaltigkeit auf perfekte Weise miteinander verband. Mit dem anschließenden Masterstudium und ihrer Abschlussarbeit hat sie ihre Expertise im kreislaufbasierten Bauen gestärkt und kann dieses Wissen nun als Projektleiterin im Holzbau anwenden.

Das Theresa Weber einmal im Holzbau arbeiten würde, war alles andere als geplant. „Der Zufall hat mich hierhin geführt! Ich hatte anfangs überlegt Architektur zu studieren, war aber immer auch sehr an nachhaltigen Themen interessiert. Also bin ich beim Holzbau gelandet“, so Theresa auf die Frage, wie sie auf das Studium an der FH Salzburg aufmerksam geworden ist. Am Campus Kuchl fühlte sie sich einerseits fachlich gut aufgehoben, und andererseits gefiel ihr der Standort. Der familiäre Umgang miteinander, aber auch die Örtlichkeit mit ländlicher Umgebung und kurzen Wegen ins Grüne schufen eine ausgewogene Atmosphäre, die sie auch in stressigen Zeiten wieder schnell zur Ruhe kommen ließ. 

Die in ihrem Studium erlernten Kenntnisse kann sie in ihrer täglichen Berufspraxis gut gebrauchen. Dazu gehören einerseits fachspezifische Themen wie Bauphysik und Baukonstruktion. Andererseits werden besonders im Masterstudium Holztechnologie & Holzbau Soft Skills vermittelt, die ihr bei themen- und projektübergreifenden Arbeiten hilfreich sind. Besonders eine Fähigkeit schätzt sie besonders hoch ein: „Das wohl wichtigste, was man im Studium lernt, ist sich selbst zu organisieren“, so Theresa.  

Ihre Abschlussarbeit schrieb sie in Zusammenarbeit mit Scheicher Architekten ZT GmbH. Darin führte Theresa ein Projekt fort, mit dem sie sich bereits in den Semestern zuvor auseinandergesetzt hatte. Das „Blue Living 2“ ist ein vom Architekturbüro Scheicher entworfener zweigeschossiger Wohnbau im bayrischen Kirchanschöring mit acht Wohneinheiten. Theresa entwickelte für das Projekt eine Holzhybrid-Konstruktion basierend auf dem C2C-Prinzip („Cradle-to-Cradle“), welches auf die Wiederverwertbarkeit der eingesetzten Materialien und auf eine umweltgerechte Bauweise abzielt. Anschließend führte sie eine ökologische Betrachtung von verschiedenen Gebäudevarianten durch und ermittelte die beste Lösung. „Denn das Baugewerbe ist weltweit für den Großteil des produzierten Abfalls verantwortlich und umweltfreundliche und kreislauffähige Alternativen werden enorm wichtig“, so Theresa. Für sie war ihre Arbeit ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Umweltbilanz in der Baubranche: „Wir müssen uns in allen Bereichen in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln, nur dann schaffen wir es, den kommenden Generationen eine lebenswerte Umgebung zu hinterlassen.“ 

Nach dem Abschluss ging sie den eingeschlagenen Weg weiter und war bei verschiedenen Stationen im Holzbau tätig. „Nach dem Masterstudium habe ich in Rosenheim für eine amerikanische Firma gearbeitet und mich dort mit der Werk- und Detailplanung beschäftigt. Damit hatte ich schon während des Masterstudiums angefangen. Ziel war es, das Holzbau-Knowhow rund um die Vorfertigung nach Amerika zu bringen. Anschließend habe ich mich kurzzeitig beruflich auf den Holzmodulbau fokussiert. Bereits nach einem halben Jahr folgte aber der nächste Jobwechsel. So bin ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber, der Künzli Deutschland GmbH gelandet.“ 

Für die ersten Monate war Theresa zur Einarbeitung am Hauptsitz der Künzli Holz AG im schweizerischen Davos, danach folgte der Wechsel zum neu gegründeten Standort in Deutschland. Bei dem Traditionsunternehmen, welches sich auf innovative Lösungen im Holzbau, Fensterbau, Fassadenbau und Innenausbau spezialisiert hat, ist sie nun als Projektleiterin in der Planung beschäftigt. Mittlerweile fühlt sie sich angekommen in ihrem Beruf und wächst mit ihren wechselnden Aufgaben: „Dort kann ich mich auf meine Stärken und Interessen konzentrieren und arbeite an spannenden Projekten im mehrgeschossigen Holzmodul- und Holzhybridbau, die innovativ und nachhaltig sind. Das fühlt sich richtig gut an.“