Die Schwerpunkte des Studiums Design & Produktmanagement liegen in den Bereichen Design und Marketing. Branchenspezifische Kenntnisse in Möbel-, Industrie- oder Interior Design werden im weiteren Studienverlauf vertieft. Ergänzende Studieninhalte vermitteln technische, praktische, wissenschaftliche und soziale Kompetenzen.

Wissen vertiefen

© FH Salzburg/Ebner

Nachdem die Studierenden im ersten Studienjahr des Bachelorstudiums grundlegende Kompetenzen in Gestaltung, produktbezogener Materialtechnologie, Möbel- und Raumkonstruktion sowie in gestalterischer Projektarbeit erworben haben, werden ab dem dritten Semester branchenspezifische Kenntnisse in Möbeldesign, Industrial Design oder Innenarchitektur vermittelt. Die Methoden und Arbeitstechniken, wie z.B. Design Thinking, sind über die Vertiefergruppen hinweg die gleichen, die Maßstäbe und bevorzugten CAD-Programme unterscheiden sich jedoch. Die Wahl der Vertiefung wird nicht als bereits berufsentscheidend angesehen, wichtig ist vor allem eine gute Basis in einer Disziplin zu erlangen, um daraus zukünftig auch Impulse in anderen Branchen setzen zu können.

Hier sehen sie einige Beispiele von Projekten in den drei  Studienzweigen:

Innenarchitektur

dpm

Innenarchitektur am Studiengang Design & Produktmanagement

Der Übergang von einem fossil-basierten, linearen Wirtschaftssystem hin zu einer zirkulären Gesellschaft, die innerhalb planetarer Grenzen lebt und erneuerbare Energien und Rohstoffe nutzt, ist einer der großen Transformationsprozesse des 21. Jahrhunderts. Daher stehen zukunftsfähige Raumentwicklung und Kreislaufwirtschaft im Fokus der Innenarchitektur am Studiengang Design & Produktmanagement. Von der Nutzung innovativer Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, über intelligentes Entwerfen und Konstruieren wird Innenarchitektur mit Identität entwickelt. 

Mit Unterstützung der Forschung gehen wir den Weg der Entwicklung zur exemplarischen Anwendung in unzähligen Fragestellungen mit Realbezug. Dieser konstruktive Austausch mit der Gesellschaft bildet das Bewusstsein für die Zusammenhänge und ergibt am Ende die Möglichkeit verantwortungsvoll zu entscheiden. Die Qualität unserer materialisierten Umwelt wirkt direkt und indirekt auch auf unsere sozialen, ökologischen und ökonomischen Erfolgsfaktoren.

Die Ergebnisse sollen inspirieren, informieren und motivieren bei der Transformation der Produkt- und Baukultur hin zu zirkulären Stoffkreisläufen. Das berechtigt uns zur Hoffnung, zu einer Gestaltung mit Haltung. Sie bildet die Grundlage für die Tätigkeit im spannenden Feld der Innenarchitektur. 

  • Umraum Gestaltung im Spannungsfeld von Menschen und Natur
  • Muster- und Raumanalyse: Proportion, Oberfläche und Detail
  • Gestaltung von Wohnraum, Office, Shop Design, Gastronomie oder Ausstellungen
  • Funktionale und ästhetische Entscheidungskompetenz
  • Rechtliche und technische Rahmenbedingungen
  • Konzeption, Planung und Visualisierung
  • Modellbau und Prototypenbau, eine große Breite an 3D Drucktechnologien ist verfügbar
  • Lichtführung und Beleuchtung, Raumakustik
  • Präsentationstechnik
  • Praxisbezug mit realen Auftraggeber*innen und deren Fragestellungen
  • Einzel- und Teamarbeit bei Realprojekten und Workshopteilnahme
  • Austausch mit der Branche im Rahmen der Designdialoge am Campus Kuchl
  • Materialkompetenz in Zusammenarbeit mit der Forschungskompetenz am Campus
  • Material- und Modellsammlung zur Inspiration und Entscheidungshilfe
  • Netzwerk mit Unternehmen, Büros und Absolvent*innen im Bereich der Innenarchitektur
  • Internationale Exkursionen und Workshops im Themenfeld
  • Ausstellungen, Auszeichnungen und Preise bestätigen das Leistungsspektrum

Möbeldesign

Möbeldesign behandelt die gestalterische und funktionale Entwicklung von Möbelstücken. Dabei geht es nicht nur um das äußere Erscheinungsbild, sondern auch um die Materialwahl, Ergonomie, Nutzbarkeit, Nachhaltigkeit und Innovation.

Kernelemente des Möbeldesigns:

  • Ästhetik: Die visuelle Gestaltung – Formen, Farben, Oberflächen und Stilrichtungen (z. B. minimalistisch, skandinavisch, industriell).
  • Funktionalität: Möbel sollen ihren Zweck erfüllen – z. B. Stauraum bieten, bequem sein oder flexibel nutzbar.
  • Materialien: Holz, Metall, Kunststoff, Glas, Textilien – je nach Designanspruch und Einsatzbereich.
  • Konstruktion: Traditionelle und moderne Verbindungsarten und Methoden, um Bauteile und Materialien miteinander zu kombinieren.
  • Ergonomie: Besonders bei Sitzmöbeln und Arbeitsplätzen wichtig – sie sollen den Körper unterstützen und gesundes Sitzen ermöglichen.
  • Nachhaltigkeit: Umweltfreundliche Materialien, langlebige Konstruktionen und ressourcenschonende Herstellungsverfahren sind essentiell.
  • Innovation: Neue Technologien, modulare Systeme oder smarte Funktionen (z. B. integrierte Beleuchtung oder Ladefunktionen).

Designer*innen entwerfen Möbel für verschiedene Kontexte – von privaten Wohnräumen über Büros bis hin zu öffentlichen Einrichtungen. Dabei arbeiten sie oft interdisziplinär mit Architekten, Innenraumgestaltern und Herstellern zusammen. Darüber hinaus müssen seriengefertigte Möbelstücke auch zu den Kernwerten der Marke passen und sich in das bestehende Portfolio einfügen. Oft werden sie in Serien angeboten, in denen z.B. ein Esszimmerstuhl, ein Barhocker und ein Beistelltisch formalästhetisch harmonieren, um ein homogenes Erscheinungsbild des Raumes zu gewährleisten. 

Industrial Design

Industrial Design gestaltet die Zukunft unseres Alltags.

Jedes von Menschen genutzte Werkzeug, jede Mobilitätslösung und nahezu jede Freizeitaktivität basiert auf dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Produkt. Produkte so zu entwickeln, dass sie nachhaltig, funktional, ästhetisch anspruchsvoll, wirtschaftlich sinnvoll und emotional ansprechend sind – genau darin liegt der Kern des Industrial Designs.

Anders als der oft verkürzte Begriff „Design“ vermuten lässt, geht es dabei nicht nur um das äußere Erscheinungsbild eines Produktes. Im Industrial Design steht die Gestaltung echter Weiterentwicklung im Zentrum: Lösungen zu schaffen, die den Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen gerecht werden. Ziel ist nicht bloß Innovation um der Innovation willen, sondern der verantwortungsvolle Fortschritt, der unser Leben nachhaltig verbessert.

Industrial Design denkt weiter als bis zum Produkt. Zur professionellen Arbeit gehört auch, das entwickelte Produkt in ein durchgängiges Service‑ und Nutzungserlebnis einzubetten. Ein Produkt wird erst dann wirklich erfolgreich, wenn seine gesamte Nutzungssituation – von der ersten Berührung bis zum langfristigen Einsatz – bereits im Entwicklungsprozess mitgedacht wird. Davon profitieren alle: Nutzerinnen und Nutzer, Hersteller, Vertrieb und Servicepartner – und nicht zuletzt unsere globale Umwelt.

Industrial Design ist eine anspruchsvolle, aber vor allem positive und sinnstiftende Herausforderung. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, gestaltet aktiv die Welt von morgen mit. Jeden Tag. Mit Kreativität, Verantwortung und der Freude daran, Dinge für Menschen besser zu machen.

Portfolio erweitern

Um Sie wettbewerbsfähiger zu machen und Ihnen auch den Weg zu einer internationalen Karriere zu erleichtern, beinhaltet das Studium ab dem dritten Semester ein Wahlpflichtfach Kommunikationsportfolio. Hier können Sie eine zweite Fremdsprache wählen oder andere Kenntnisse und Fähigkeiten vertiefen. 

Als zweite Fremdsprache werden angeboten:

  • Spanisch
  • Italienisch
  • Schwedisch